Eine kleine Anleitung

GEHEN UND SEHEN

Sie finden 14 Stationen, die der christlichen Tradition des Kreuzwegs folgen. Alle sind mit Texten und Erklärungen versehen. Natürlich können Sie den Rundgang wie in einem Museum machen und jedes Exponat betrachten. Dann verlassen Sie den Keller wieder mit ein paar schönen optischen Eindrücken.

Den Weg achtsam gehen
Sie können diesen Weg aber auch gehen, um sich in die Geschichte einzufühlen, die er darstellt. Das ist eine Kunst, die Zeit und etwas Übung erfordert. Wir versuchen, es Ihnen möglichst leicht zu machen.

Gehen Sie am besten allein (dann fällt das Schweigen leichter) und finden Sie Ihr eigenes Tempo. Gehen Sie bewusst langsam zwischen den einzelnen Stationen. Versuchen Sie, den Boden unter ihren Füßen bei jedem Schritt bewusst zu spüren. Lassen Sie die Eindrücke im Dunkel des Kellers nachklingen. Vielleicht legen Sie auf den ersten Metern eine Pause ein und versuchen, zur Ruhe zu kommen. Achten Sie eine Minute lang ganz bewusst auf ihren Atem. Legen Sie nebensächliche Gedanken auf die Seite.

Praktische Hinweise:

Hoffentlich haben Sie warme Kleidung dabei, im Inneren des Berges hat es kühle 8 Grad.

Mobiltelefone haben keinen Empfang, Sie können Sie also getrost ausschalten.

Wenn Sie fotografieren möchten, stellen Sie bitte den Blitz ab, er stört die anderen und die Atmosphäre lässt sich mit Blitz sowieso nicht einfangen.

Bitte benutzen Sie keine Stirn- oder Taschenlampen und verlassen Sie den markierten Rundgang auf keinen Fall.

Im hinteren Teil des Weges finden sich drei Stufen. Wenn Sie dort Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an eine(n) Mitarbeiter(in) am Eingang.

Die Stationen besuchen
Die kurzen Bibeltexte können Sie ruhig mehrmals lesen. Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, lesen Sie ihnen den Text langsam und leise vor. Versuchen Sie, genau hin zu hören, und achten Sie dabei auf die Bilder, die vor Ihrem inneren Auge entstehen. Welche Gefühle stellen sich dazu ein, welche eigenen Erlebnisse klingen an?

An den Stationen finden Sie kleine Anweisungen. Es gibt etwas zu hören, zu riechen, zu schmecken, zu betrachten, zu berühren und ab und zu kleine Aufgaben. Sie werden sehen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, dann entfalten diese Aktivitäten eine erstaunliche Wirkung. Nach einer Weile werden Sie spüren, wann es Zeit ist, zur nächsten Station zu gehen.

Das Wesentliche erfassen
Diese Geschichte hat eine Hauptperson: Jesus von Nazareth. Vielleicht wird Ihr Rundgang sogar zu einer persönlichen Begegnung mit ihm. Mit etwas Erwartung und Offenheit ist das nicht ausgeschlossen.

Der gesamte Kreuzweg ist auch eine Einladung zum Gebet. Kein Gebet der vielen Worte vielleicht, aber wenn sich in ihrem Inneren ein Satz formt, dann sagen Sie ihn Gott in aller Stille und vertrauen Sie darauf, dass er sie hört.